Bildnachweis: Rainer Sturm / pixelio.de

50 Jahre Geldautomaten in Deutschland – Ende einer Ära in Sicht?

Die durchschnittliche Lesezeit für diesen Artikel beträgt 152 Sekunden.

In diesem Jahr ist die Einführung eines Geldautomaten in Deutschland 50 Jahre her. Doch der Geldautomat verliert im Alltag zu sehens, wenn auch langsam, an Bedeutung. Ende 2017 gab es in Deutschland noch knapp 58 400 Geräte.

50 Jahre Geldautomaten in Deutschland

Der erste Geldautomat in Deutschland wurde am 27.05.1968 aufgestellt. Bei der Kreissparkasse Tübingen konnten erstmals, wenn auch nicht einfach, 1.000 Kunden Geld abheben. Man brauchte einen Doppelbart-Schlüssel, einen gelochten Plastikausweis und Auszahlungsbelege in Form von Lochkarten. Das Prozedere war umständlich und entsprach dennoch den höchsten technischen Möglichkeiten von damals. Sicherlich nicht vergleichbar mit heute.

Neben dem beschränkten Kundenkreis war auch die Abhebungssumme am ersten Geldautomaten in Deutschland begrenzt: Es konnten maximal 400 DM abgehoben werden.

Knapp 60.000 Geräte – Land der Geldautomaten

Mit 58 400 Geräten gibt es in Deutschland das dichteste Netz in Europa. Die heutigen Automaten sind auch längst nicht mehr so sperrig wie früher. Auch reicht eine Maestro Karte um Geld abzuheben. Die modernen Geldautomaten können auch mehr. Schließlich kann man nicht nur Geld abheben, sondern auch Geld einzahlen oder das Guthaben eines Prepaid Handys aufladen.

Vor zehn Jahren, um 40. Jubiläum des Geldautomaten, wurde den modernen Geräten noch eine große Zukunft prognostiziert. Mittlerweile zehn Jahre später sieht die Welt schon ein bisschen anders aus.

Die Zukunft des Bezahlens wird bargeldlos

Zwar werden immer noch tausende Geräte jährlich in Betrieb genommen, oftmals um ältere Modell auszutauschen. Neue Standorte kommen seltener hinzu. Der Geldautomat verliert im Alltag zusehens, wenn auch langsam, an Bedeutung. Die meisten Geldautomaten gab es in Deutschland 2015 mit 61 100 Geräten. Seit dem geht die Zahl jährlich weiter nach unten.

Die Gründe für den Rückgang der Automaten sind vielfältig. So nehmen die Kosten für den Betrieb von Geldautomaten zu und die Einnahmen stagnieren. Für viele Banken ist der Betrieb ihrer Automaten mittlerweile ein Zuschussgeschäft geworden.

Der boomende Onlinehandel tut sein übriges dazu. Auch die Möglichkeit in Geschäften an der Kasse Geld abzuheben, ist ein weiterer Grund. Dennoch wird der Geldautomat nicht allzu bald von der Bildfläche verschwunden sein. Seine Wichtigkeit nimmt aber ab.

Bankkarten und Handy als Bezahlmittel der Zukunft

Die Zukunft des Geldautomaten hängt auch von der Zukunft des Bargeldes ab. Die Zeit des Sparstrumpf zu Hause unter dem Kopfkissen ist lange vorbei. Immer mehr Transaktionen finden heute ausschließlich digital statt.

Selbst kleinere Einkäufe werden heute bereits mit Smartphone und kontaktlosen Bank- und Kreditkarten bezahlt. Selbst das Kleingeld für den Bus zahlen immer weniger Benutzer mit Münzen. Zwar sind heute noch 85% aller Einkäufe Barzahlungen, der Trend zu digitalen Payment-Lösungen ist aber eindeutig.

Off-Topic

Nach einer Textanalyse ist dieser Text zu 49% subjektiv, die wichtigsten Worte sind: Geldautomat, Deutschland, Alltag, Kreissparkasse Tübingen, Betrieb, Bedeutung, Automat, Deutsche Mark, Europa, Guthabenkarte, Bargeldloser Zahlungsverkehr, E-Commerce, Smartphone

Ein Computer würde diesen Text der Kategorie Wirtschaft zu ordnen. Diese Kategorie habe ich noch nicht. Ich denke ich brauche die Kategorie auch nicht. Deswegen ordne ich den Beitrag unter Finanzen ein.

Bildquellen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.