Ergänzung zu: Die “Seute Deern” – eine unendliche Geschichte aus Bremerhaven

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Über den Konflikt zwischen der Museumsleitung und dem Arbeitskreis „Rettet die Seute Deern“ hatte ich bereits berichtet. Am Wochenende hat sich in Bremerhaven der Förderkreis des Deutschen Schiffahrtsmuseum getroffen. Es wäre die Gelegenheit gewesen, dass das Direktorium erklärt wie es weitergeht mit der „Seute Deern“ und der Museumsflotte.

Die Chance hat die wissenschaftliche Direktorin des Deutschen Schiffahrtsmuseum, Sunhild Kleingärtner, leider ungenutzt verstreichen lassen. Sie hat es wieder nicht geschafft eine vernünftige Kommunikation auf die Beine zustellen.

Forderungen des Arbeitskreises werden unterstützt

Der Vorsitzende des Fördervereins Dietrich Schütte unterstützt inhaltlich die Forderungen des Arbeitskreises „Rettet die Seute Deern“ und fordert ebenfalls ein deutliches Bekenntnis des Museums zum Erhalt des maritimen Denkmals. Nur hätte er nicht den Weg des öffentlichen Briefes gewählt.

Auch ich habe mit Spannung die Reaktion der Museumsleitung erwartet. Diese fiel auch für die Fördermitglieder nicht viel anders aus, als für die breite Öffentlichkeit. In Kurzform: Das Deutsche Schiffahrtsmuseum arbeitet an einem Ideenkonzept, dass nicht nur die Sanierung der „Seute Deern“ umfasst, sondern auch den langfristigen Erhalt der ganzen Museumsflotte enthält. Dieses Konzept soll in die ganzheitliche Ausgestaltung des touristischen Zentrums der Havenwelten integriert werden.

Welche konkreten Schritte und Zeitpläne das Museum hat, wurde wieder nicht deutlich. Das Konzept wird erst dann veröffentlicht werden, wenn der Stiftungsrat Mitte Juni über die Vorschläge beraten hat. Die Öffentlichkeit und die Fachleute des Arbeitskreises werden nicht einbezogen. Gerade der prominent besetzte Arbeitskreis könnte mit seinen Kontakten sicherlich unterstützen in den notwendigen Gesprächen mit den Geldgebern aus Stadt, Land und Bund.

offene Fragen

Warum das Direktorium diese Unterstützung nicht nutzt, bleibt für mich fraglich. Natürlich müssen sich auch Konzeptarbeiten und ein finanzwirksames Vorgehen an formale Abläufe halten, dennoch hätte es nicht geschadet, wenn das Deutsche Schiffahrtsmuseum sich am Wochenende hätte durchringen können ein paar Informationen zu den Planungen bekannt zu geben. So lässt sich die anhaltende Debatte jedenfalls nicht beruhigen.

Neuigkeiten gibt es trotzdem

Auch wenn es rund um die „Seute Deern“ nichts Neues gibt, so war die Jahreshauptversammlung dennoch für einige Überraschungen gut. So wird es zukünftig nur noch ein zweiköpfiges Direktorium geben. Die Schreibweise des Museums ist in Zukunft der neuen deutschen Rechtschreibung angepasst und mit drei Fs geschrieben. Als Eigennamen hätte man durchaus die Möglichkeit gehabt bei der alten Schreibweise zu bleiben. Nun müssen nun Flyer, Werbematerial etc. neu gedruckt werden. Ob dies notwendig gewesen wäre, muss jeder für sich selber beantworten.

Off-Topic

Nach einer Textanalyse ist dieser Text zu 59% subjektiv, die wichtigsten Worte sind: Arbeitskreis, Museumsleitung, Deutsche Schiffahrtsmuseum, Seute Deern, Direktorium, Sunhild Kleingärtner, Bremerhaven

Ein Computer würde diesen Text der Kategorie Politik zu ordnen.

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