Kaffee auf Tisch

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Kaffee – Das Lieblingsgetränk der Deutschen

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Kaffee ist für viele ein fester Bestandteil des Alltags. Ob ein Tässchen am Morgen zum Wachwerden, der Genuß während der Mittagspause mit Kollegen oder sonntags zu einem schönen Stück Kuchen dazu – der Konsum des „schwarzen Goldes“ ist für Kaffee-Liebhaber Pflicht.

Kaffeekonsum in Deutschland: Zahlen und Fakten

Zwischen drei und vier Tassen des schwarzen Gebräus trinkt jeder Deutsche täglich. Die meisten Kaffeetrinker leben im Bundesland Schleswig-Holstein, denn dort werden ganze 3,8 Tassen jeden Tag pro Kopf getrunken. Genuß pur – also schwarz ohne Milch oder Zucker – wissen ungefähr ein Drittel der Männer, aber nur ein Fünftel der weiblichen Konsumenten zu schätzen.

Insgesamt trinkt circa jeder zweite Deutsche mehrfach pro Tag Kaffee, während knapp vier Prozent nur einmal in der Woche oder noch seltener dem Konsum frönen. Am beliebtesten ist immer noch der gute alte Filterkaffe, dicht gefolgt von Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso und Café Crema. Auch der weniger bekömmliche Instant-Kaffee findet zahlreiche Anhänger, weil er so einfach in der Zubereitung ist.

Herkunft, Ernte und Verarbeitung der Kaffeebohnen

KaffeeDie größten Erzeuger sind neben Brasilien, Vietnam und Indonesien die Länder Äthiopien und Kolumbien. Dort wird die Kaffeepflanze auf riesigen Plantagen angebaut und geerntet. Die Kaffeepflanze gedeiht in den genannten Gebieten besonders prächtig, weil sie ein ausgeglichenes und vor allem warmes Klima benötigt, um optimal zu gedeihen und einen maximalen Ertrag zu liefern.

Um die einzelnen Bohnen aus der Kaffeefrucht zu lösen, werden zwei unterschiedliche Methoden angewandt. Bei der sogenannten Picking-Methode werden die Kaffeekirschen mit der Hand geerntet. Die andere Variante des Erntens nennt sich Stripping-Methode. Hierbei werden alle Kirschen auf einmal von den Ästen abgestreift. Bei dieser Art ist die Ernte am Ende nicht ganz so hochwertig wie bei der Picking-Methode, da auf den Reifegrad und die Qualität der einzelnen Früchte wenig Rücksicht genommen wird.

Nach der Ernte werden die frischen Kaffeebohnen aufbereitet. Zumeist sortieren lokale Arbeiter die schlechten Bohnen aus. Danach werden die guten Kaffeekirschen gereinigt und sortiert, um sie anschließend weiterverarbeiten zu können.

In der Rösterei werden die gewonnenen Bohnen unter großer Hitze und viel Druck geröstet. Da bei diesem Prozess verschiedene chemische Prozesse ablaufen, gewinnt der Kaffee nicht nur sein typisch herbes Aroma, sondern wird darüber hinaus auch haltbar gemacht. Eine einzige Kaffeebohne enthält bis zu 1.000 verschiedene Aromastoffe, welche während der Röstung herausgearbeitet werden.

Wie gesund ist Kaffee wirklich?

Was die Auswirkungen des Getränks auf die menschliche Gesundheit betrifft, so gehen die Meinungen auseinander. Einerseits soll der Konsum den Blutdruck steigern und uns den gesunden Schlaf rauben, andererseits senkt Kaffee das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Früher galt das Getränk gemeinhin als ungesundes Laster. Diese Ansicht wurde bis heute allerdings revidiert. Nach wie vor gilt jedoch die Faustregel, dass der Konsum von Kaffee eingeschränkt werden sollte, wenn er zu Herzrasen, Schlafstörungen oder Stress führt. Nicht jeder Mensch verträgt Kaffee gleich gut. Pauschal lässt sich das schwarze Lieblingsgetränk der Deutschen aber keinesfalls als gesundheitsschädlich bezeichnen. In erster Linie sollte das Getränk als Mittel zum Genuß und weniger als Lebensmittel gesehen werden.

Dass Kaffee allerdings austrocknend auf den Körper wirkt, stimmt nicht. Diese Eigenschaft wurde ihm lange nachgesagt, weil die Blasentätigkeit durch den Konsum angeregt wird. Trotzdem kann der Organismus das Wasser, welches enthalten ist, aufnehmen und verarbeiten. Inzwischen darf der Kaffee sogar zum täglichen Flüssigkeitsbedarf eines Menschen hinzugerechnet werden und gilt als ebenso flüssigkeitsspendend wie Mineralwasser oder andere Getränke.

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Ein Kommentar

  1. Spitzen Beitrag!
    Am besten wachsen die Kaffeepflanzen im sogenannten „Kaffeegürtel“. Hierbei muss man allerdings zwischend en Kaffeesorten unterscheiden: Arabica braucht vor allem hohe Lagen während Robusta eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 100% braucht 🙂

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