Marienkäfer im eigenen Garten

Marienkäfer im Garten – nützliche Glücksbringer

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Sie bringen nicht nur Glück, Marienkäfer sind nützliche Bewohner für jeden Kleingarten. Die kleinen Coccinellidae fressen gerne verschiedene Schädlinge z.B. Blattläusen und Spinnmilben. Nicht nur deshalb ist es sinnvoll Marienkäfer im Garten zu haben.

Der Marienkäfer

Die Marienkäfer (Coccinellidae) sind weltweit verbreitete halbkugelige, flugfähige Käfer, deren Deckflügel meist eine unterschiedliche Anzahl von auffälligen Punkten (je nach Art) aufweisen.

Fast alle Arten der Familie Coccinellidae sind in der Bevölkerung geschätzt. Die hohe Beliebtheit ist der Grund für die unterschiedlichen Namen, die die Käfer in der jeweiligen Umgangssprache tragen. Warum sind die kleinen Krabbler so beliebt? Dies begründet sich unter anderem dadurch, dass sie im Gartenbau und der Landwirtschaft so nützlich sind. Allein in der Larvenzeit der Marienkäfer fressen diese je nach Art bis zu 3.000 Pflanzenläuse und Spinnenmilben.

Die Arten der Familie Coccinellidae sind in ihrem Aussehen variabel und ihre Bestimmung entsprechend schwer. Zusätzlich vermögen es die einzelnen Arten in dutzenden Varianten mit verschiedenen Mustern aufzutreten. Als Beispiel sei die Luzerne-Marienkäfer Art erwähnt, diese erreicht über 4.000 gezählte, verschiedene Zeichnungen.

Alle Arten der Familie sind gute Flieger und erreichen zwischen 75 bis 91 Flügelschläge pro Sekunde. Einige Arten begeben sich sogar auf nächtliche Ausbreitungsflüge.

Marienkäfer im eigenen Garten

Marienkäfer im eigenen Garten
Eiergelege auf der Blattunterseite eines Johannisbeerstrauch

Marienkäfer wissen nicht nur symbolisch, sondern im Garten konkret Glück zu bringen. Der kleine, schön anzuschauende, gepunktete Käfer zählt definitiv zu den Nützlingen aus der Natur. Die Ansiedlung von Marienkäfern für die Schädlingsbekämpfung ohne Chemie ist definitiv eine Überlegung wert.

Weltweit gibt es rund 4.500 verschiedene Marienkäferarten, davon sind nur ca. 70 in Deutschland heimisch. Diese heimischen Arten reichen aber aus, um die hiesige Flora vor Blattläusen und Spinnmilben zu schützen. Denn wo Marienkäfer diesen Schädlingen den Kampf ansagen, bleiben die eigenen Gartenpflanzen von Schäden verschont.

Es stellt sich die Frage, wie man die kleinen Käfer gezielt ansiedelt, damit sie im eigenen Garten sich für uns nützlich den Bauch vollschlagen können?

Die richtigen Pflanzen

Der erste und wichtigste Schritt sind die richtigen Pflanzen, um den Marienkäfer erstmal anzulocken. Mit der folgenden Liste seit ihr schon mal auf der sicheren Seite:

Ringelblume (Calendula officinalis)
Kornblumen/Zyane (Centaurea cyanus)
Silberkraut (Lobularia)
Minze (Mentha)
Storchschnäbel/Geranium
Koriander (Coriandrum sativum)
Rainfarm (Tanacetum vulgare)
Fenchel (Foeniculum vulgare)
Große Knorpelmöhre (Ammi majus)
Löwenzahn (Taraxacum)
Coreopsis
Knoblauch
Gurkenkraut/Dill (Anethum graveolens)
Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus)
Knollige Seidenpflanze (Asclepias tuberosa)
Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)

Im Gegensatz zur oben genannten Liste hätte ich nicht erwartet, Gelege von Marienkäfern auf Stachelbeeren (Ribes grossularia) und Johannisbeeren (Ribes rubrum) zu finden. An allen Sträuchern in unserem Schrebergarten habe ich in den letzten Tagen entsprechende Eiablagen entdeckt. Daher kann ich ebenso Fruchtsträucher empfehlen.

Was hilft außerdem gut, Marienkäfer anzusiedeln?

Neben den richtigen Pflanzen kann man Marienkäfern ebenso mit Hilfe eines verdünnten Holunderblütensirups in einer flachen Schale anlocken.

Die Marienkäfer brauchen nicht nur die richtigen Pflanzen um sich wohlzufühlen und zu bleiben. Natürlich müssen genügend Blattläuse oder Spinnenmilben für eine ausreichende Fressgrundlage für die Larven der Marienkäfer vorhanden sein.

Weiter hin trägt ein hochwertiges Insektenhotel mit verschiedenen Rückzugsmöglichkeiten für den Herbst- und Winter ebenfalls sein Übriges dazu bei um die kleinen Käfer im Garten anzusiedeln.

Meine Erfahrungen

Wir haben im letzten Jahr ein kleines, geschütztes Fleckchen Garten mit einer Mischung verschiedener Kräuter, Gräser und Wildblumen angelegt und zwei Insektenhotels aufgestellt. Die Ergebnisse zeigen sich in diesem Jahr. Allein von den nützlichen Marienkäfern habe ich im aktuellen Jahr schon ein halbes Dutzend im eigenen Garten gefunden. Die Belastung mit Blattläusen hat sich im Vergleich zur letzten Gartensaison auf ein Minimum reduziert.

Einige restliche Blattläuse, die sich mal wieder auf den Rosen niedergelassen haben, werden wir dann mit einem Sud aus Brennnesseln und Ackerschachtelhalm in einer Verdünnung von 1:10 natürlich behandeln.

Off-Topic

Unser Kleingartenverein hat nun auch eine Webseite: http://kleingartenverein-bremerhaven-lehe.de/

Nach einer Textanalyse ist dieser Text zu 60% subjektiv, die wichtigsten Worte sind: Marienkäfer, Spinnmilben, Garten, Käfer, Spinnenmilben, Blattläusen, Art

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Ein Computer würde diesen Text der Kategorie Wissenschaft zu ordnen.

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